Kap Arkona

Wenn du die Insel Rügen besuchst, solltest du das Kap Arkona mit seinen 3 Leuchttürmen auf keinen Fall verpassen!
Kaum ein anderer Ort auf der Insel spiegelt die Vielfalt Rügens so gut wider, wie es am Kap Arkona der Fall ist.
Gewaltige Steilküste, die raue Ostsee, Leuchttürme, Wanderwege, Bunkeranlagen und einen Burgwall.
All das und noch mehr kannst du hier bestaunen.

Was ist das Kap Arkona überhaupt?

Das Kap Arkona liegt 45 Meter über der Ostsee im äußersten Norden der Insel Rügen.
Das aus Kreide und Geschiebemergel bestehende Kliff ist eines der größten Wahrzeichen von Rügen.
Es gehört zusammen mit dem Fischerdorf Vitt zur Gemeinde Putgarten.
Kap Arkona zählt jedes Jahr circa 800.000 Besucher.

Kap Arkona
Blick auf das Kap Arkona vom Hochuferweg aus

Wie erreiche ich kap arkona?

Das Gebiet rund um Kap Arkona ist ein Flächendenkmal und wurde zum Schutz der Natur als verkehrsberuhigte Zone ausgewiesen.
Mit dem PKW kann man bis Putgarten fahren.
Dort gibt es einen großen Parkplatz, auf dem man für 4 Euro den ganzen Tag parken kann.

Vom Parkplatz aus sind es dann 2 Kilometer bis zu den Leuchttürmen des Kap Arkona.
Den Weg kann man entweder zu Fuß oder gegen Gebühr auch mit Leihfahrrädern, mit einer Pferdekutsche oder mit der sogenannten Kap-Arkona-Bahn zurücklegen.

Vom Kap Arkona sind es dann wiederum 1,5 Kilometer bis zum Fischerdorf Vitt.
Eine schöne Rundwanderung.

Sehenswürdigkeiten

Peilturm

Der circa 23 Meter hohe Marinepeilturm am Kap Arkona wurde 1927 in Ziegelbauweise errichtet und diente damals als Seefunkfeuer.
1945 wurden die technischen Einrichtungen des Peilturms zerstört.
Seit einer Sanierung in den 90er Jahren ist der Turm für Besucher zugänglich.
Über 111 Stufen kann man auf eine Aussichtsplattform in 20 Metern Höhe gelangen und einen tollen Blick über die Ostsee und die Umgebung genießen.
Im Peilturm selbst befinden sich Kunsthandwerkliche Ausstellungen sowie verschiedene Exponate aus der Vergangenheit des Kap Arkona.

Der Eintritt zur Aussichtsplattform beträgt 3 Euro pro Person.

Kap Arkona
Der Peilturm vom Kap Arkona

Schinkelturm und neuer Leuchtturm

Schinkelturm

Der in quadratischer Grundform errichtete Schinkelturm wurde 1826, nach Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel, erbaut und ist der damit der zweitälteste Leuchtturm an der Ostseeküste.
Am 10. Dezember 1827 wurde das Feuer gezündet. Sein Leuchtfeuer war 8 Seemeilen weit sichtbar.
Am 1. April 1905 wurde der Betrieb eingestellt. Seit der Sanierung in den 90er Jahren ist er für Besucher zugänglich.
Im Inneren befindet sich eine Ausstellung über Leuchtfeuer und Seenotrettung.
Außerdem dient er als Außenstelle des Standesamtes.
Der Turm ist 22,45 Meter hoch und auf 15,5 Metern befindet sich eine Aussichtsplattform.

Eintritt beträgt 2 Euro pro Person.

Neuer Leuchtturm

Die Grundsteinlegung für den neuen Leuchtturm erfolgte 1901.
Er wurde direkt nach der Einstellung des Schinkelturms 1905 in Betrieb genommen.
Bis heute sendet der aktive Leuchtturm alle 17,1 Sekunden ein Orientierungslicht aus einer Abfolge dreier Blitze.
Der Turm ist 35 Meter hoch und steht auf einem achteckigen Granitsockel.
Auf 28 Meter Höhe befindet sich eine Aussichtsplattform, die sich über das Erklimmen von 180 Stufen erreichen lässt.

Eintritt beträgt 3 Euro pro Person

Kap Arkona
Links der neue Leuchtturm und rechts daneben der Schinkelturm

Arkona Bunker

Der Arkona Bunker ist der kleinere von insgesamt zwei für Besucher zugänglichen Bunkeranlagen auf dem Gelände des Kap Arkona.
Er stammt aus Zeiten der Wehrmacht und wurde zu DDR-Zeiten als Dienststelle der 6. Grenzbrigade Küste umfunktioniert.
Heute beherbergt er eine Dokumentation der Geschichte des Kap Arkonas.

 

Eintritt ist kostenlos.

Kap Arkona

Marineführungsbunker und Museum

Der größere der beiden Bunker wurde von 1979 bis 1986 erbaut.
Er hat eine Grundfläche von über 2000 Quadratmetern und diente der auf dem Bug stationierten 6. Flottille der Volksmarine und der vereinigten Ostseeflotte (VOF) als Gefechtsstand.
Am 3. Oktober 1990 wurde die Anlage stillgelegt.
Heute befindet sich dort ein Museum und es werden Führungen durch den Bunker angeboten.

Kosten für eine Führung liegen bei 5 Euro pro Person.

Kap Arkona
Das Museum des Marineführungsbunkers

Gellort-nördlichster Punkt von Rügen

Oft wird Kap Arkona selbst als der nördlichste Punkt der Insel bezeichnet. Das ist aber nicht ganz richtig.
Die richtige, geografische Nordspitze Rügens liegt noch circa 500 Meter von den Leuchttürmen entfernt.
Der Gellort.
Der kurze Abstecher dorthin lohnt sich auf jeden Fall!
Am Aussichtspunkt angekommen bietet sich einem ein beeindruckender Blick auf die Kreideküste und die Ostsee.
Je nach aktueller Situation an der Steilküste, kann man auch eine Treppe benutzen und so direkt zum Meer gelangen.

Kap Arkona
Hübsch angelegter Weg zum Gellort
Kap Arkona
Aussichtsplattform mit Möglichkeit zum Abstieg
Kap Arkona
Die Aussicht vom nördlichsten Punkt Rügens

Siebenschneiderstein

Der Siebenschneiderstein ist ein 165 Tonnen schwerer Stein an der Küste Kap Arkonas.
Er ist der viertgrößte Findling Rügens.
Von Gellort aus lässt sich der Siebenschneiderstein gut erkennen.

Kap Arkona
Sicht auf den Siebenschneiderstein von Gellort aus

Veilchentreppe

Die Veilchentreppe liegt am Hochuferweg in Richtung Vitt.
Neben der Königstreppe bietet sie ebenfalls eine Möglichkeit direkt zum steinigen Strand der Steilküste zu gelangen.
Es ist eine sehr steile und rutschige Treppe. Vorsicht sollte also geboten sein.
Auch würde ich einen Abstieg mit Kindern nicht unbedingt empfehlen, da der spätere Aufstieg einiges an Kraft fordert.
Unten angekommen bietet sich aber ein wirklich atemberaubender Blick.
Durchatmen und genießen.
Hier gibt es Natur in seiner schönsten Form.

Kap Arkona
Die Veilchentreppe
Kap Arkona
Unten angekommen
Kap Arkona
Steilküste

Burgwall der Jaromarsburg

Die gute Lage des Kap Arkonas hat im 6. Jahrhundert scheinbar dafür gesorgt, dass das slawische Volk des Stammes der Ranen eine Kultstätte für den Gott Svantovit errichtete.
Von einer Seite geschützt durch die über 40 Meter hohe Steilküste und von der anderen Seite durch einen 25 Meter hohen Burgwall.
Große Teile der Anlage sind im Laufe der Jahrhunderte ins Meer gestürzt.
So ist heute leider nur noch der 25 Meter hohe Burgwall zu erkennen.
Früher stand im inneren einst die Jaromarsburg.

Fischerdorf Vitt

Das kleine, denkmalgeschützte Fischerdorf Vitt ist ein idyllisches Dorf circa 1,5 Kilometer vom Kap Arkona entfernt.
Man kann es leicht über den Hochuferweg erreichen.
In 13 Reetdachhäusern leben hier um die 30 Einwohner.
Das Dorf besitzt eine Kapelle und eine kleine Strandmole an der die Fischerboote liegen.
Zudem gibt es eine Fischräucherei sowie den Gasthof  „zum goldenen Anker“ der frische Fischgerichte anbietet.
Dem Dorf einen Besuch abzustatten gehört fast mit dazu, wenn man am Kap Arkona ist.

Tipp: Am frühen Vormittag oder am späten Nachmittag ist das Dorf nicht so stark von Touristen überlaufen.

Sicherheit

Es gibt regelmäßig Abbrüche an den Steilküsten von Rügen.
Das sind normale geologische Vorgänge, die gerade in niederschlagsreichen Zeiten vermehrt auftreten.
An den Kliffkanten besteht die Gefahr mit dem Hang abzurutschen.
Zudem können eventuelle Abbrüche dich beim Strandspaziergang verletzen.
Du solltest dich zu deiner eigenen Sicherheit deshalb immer nur auf den ausgewiesenen Wegen befinden und Absperrungen sowie Warnhinweise befolgen.

Kap Arkona
Absturzgefahr an der Steilküste

Am Kap Arkona lassen sich also durchaus einige nette Stunden verbringen und es sollte definitiv Teil deiner Reise nach Rügen sein!

Sag mal: Warst du schonmal auf Rügen und wenn ja, was war dein absolutes Highlight?

Kap Arkona

Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade Lieblingsorte für Auszeitgenießer” vom Blog Wellspa Portal.
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